
123-Transporter insolvent: Kaution zurückfordern
Wer einen Transporter über 123-Transporter gebucht hat, wartet oft vergeblich auf die Rückzahlung der Kaution. Mit der Insolvenz im Oktober 2025 stehen tausende Kunden in Deutschland und Österreich vor offenen Forderungen.
Insolvenzverfahren eröffnet: Oktober 2025 ·
Negative Bewertungen auf Trustpilot: über 500 ·
Staatsanwaltschaftliche Ermittlungen: laufend (Stand Oktober 2025) ·
Land mit den meisten Buchungen: Österreich ·
Verfügbarkeit in Deutschland und Österreich: seit September 2025 ausgesetzt
Kurzüberblick
- Insolvenzverfahren im Oktober 2025 eröffnet (Verbraucherzentrale)
- Staatsanwaltschaft ermittelt (Verbraucherzentrale)
- Buchungen ausgesetzt seit September 2025 (Verbraucherzentrale)
- Ob Kunden Kaution vollständig zurückerhalten
- Ob Nachfolgeunternehmen geplant ist
- Genauer Umfang der Ermittlungen
- September 2025: Buchungen ausgesetzt
- Oktober 2025: Insolvenzverfahren eröffnet
- Oktober 2025: Staatsanwaltschaft ermittelt
- Chargeback bei Bank einleiten
- Forderung im Insolvenzverfahren anmelden
- Alternativen wie Sixt, Europcar nutzen
Sechs Fakten im Überblick – die Tabelle zeigt die wichtigsten Kennzahlen zur Insolvenz von 123-Transporter.
| Kategorie | Wert |
|---|---|
| Unternehmen | 123-Transporter (ehemalig) |
| Insolvenzdatum | Oktober 2025 |
| Betroffene Länder | Deutschland, Österreich |
| Ermittlungsbehörde | Staatsanwaltschaft (Details vom SWR) |
| Anzahl negativer Bewertungen (Trustpilot) | Über 500 |
| Empfohlene Aktion | Kaution zurückfordern, Alternativen nutzen |
Wurde 123-Transporter insolvent?
Wann wurde das Insolvenzverfahren eröffnet?
Am 8. Oktober 2025 ordnete das Amtsgericht Deggendorf die vorläufige Insolvenzverwaltung von 123 Transporter an, wie die Verbraucherzentrale berichtet. Die Betriebsschließung folgte am 29. Oktober 2025, bestätigt durch die Arbeiterkammer Tirol. Seit September 2025 sind keine Buchungen in Deutschland und Österreich mehr möglich.
Welche Länder sind betroffen?
Die Insolvenz betrifft vor allem Kunden in Deutschland und Österreich – die beiden Kernmärkte des Anbieters. Die Domain 123-transporter.at wird mittlerweile zum Verkauf angeboten.
Betroffene Kunden in Deutschland und Österreich erfahren seit Oktober 2025 keine Rückzahlung ihrer Kautionen mehr – die Forderungsanmeldung im Insolvenzverfahren ist nun der einzig offizielle Weg.
Wie bekomme ich meine Kaution von 123-Transporter zurück?
Kann ich ein Chargeback bei meiner Bank beantragen?
Ja, das ist der schnellste Weg. Die Arbeiterkammer Tirol empfiehlt: Wer die Kaution oder Vertragsstrafen per Debit- oder Kreditkarte bezahlt hat, sollte ein Chargeback-Verfahren bei seiner Bank einleiten. Die Frist dafür beträgt in der Regel bis zu 120 Tage ab Transaktionsdatum. Wichtig: Ein Chargeback ist kein Rechtsanspruch – die Bank entscheidet im Einzelfall.
Welche Unterlagen benötige ich für die Rückforderung?
Die Verbraucherzentrale rät, folgende Nachweise bereitzuhalten: Screenshots aus der App, die die Buchung und die Kautionszahlung zeigen, sowie den Schriftverkehr mit 123-Transporter zur Anforderung der Kaution. Die Kaution betrug laut Verbraucherzentrale mindestens 500 Euro und wurde nicht automatisch zurückgebucht.
Die zweite Option: Falls das Chargeback scheitert, können Sie Ihre Forderung im Insolvenzverfahren anmelden. Die Verbraucherzentrale erklärt, dass Gläubiger im Insolvenzverfahren nur einen proportionalen Anteil zurückerhalten – also nicht den vollen Betrag.
- Chargeback bei Bank beantragen (Frist: 120 Tage)
- Forderung zur Insolvenztabelle anmelden (nach Verfahrenseröffnung)
- Nachweise sichern (Screenshots, E-Mails)
Die AGB von 123-Transporter sahen vor, dass die Kaution erst nach 28 Kalendertagen angefordert werden konnte – und die Rückzahlung dauerte dann nochmals bis zu 28 Tage. Wer innerhalb von 181 Tagen keine Rückzahlung forderte, verlor den Anspruch und erhielt ein Abonnement mit zweijähriger Laufzeit.
Gibt es einen Nachfolger von 123-Transporter?
Welche Alternativen gibt es für Umzug und Transport?
Ein offizieller Nachfolger von 123-Transporter ist nicht bekannt. Wer einen Transporter mieten möchte, kann auf etablierte Anbieter ausweichen. Die folgende Vergleichstabelle zeigt die wichtigsten Alternativen.
| Anbieter | Verfügbarkeit in Österreich | Kaution | Bewertung (Trustpilot) |
|---|---|---|---|
| Sixt | Ja, landesweit | Keine Kaution (Bonitätsprüfung) | 4,2/5 |
| Europcar | Ja, landesweit | Keine Kaution (Kreditkarte) | 3,9/5 |
| Lokale Anbieter (z.B. Starcar, Buchbinder) | Ja, regional | Variiert (200–500 €) | Variiert |
Der Unterschied zu 123-Transporter: Diese Anbieter verlangen meist keine Bar-Kaution, sondern blockieren den Betrag auf der Kreditkarte – das ist kundenfreundlicher und vermeidet Auszahlungsprobleme. Die Verbraucherzentrale empfiehlt, vor Buchung die Bewertungen zu prüfen.
Die Implikation: Kunden, die auf Alternativen umsteigen, umgehen die Risiken des Kautionsmodells von 123-Transporter.
Bietet ein ähnlicher Dienst bessere Konditionen?
Keiner der großen Anbieter kopiert das Geschäftsmodell von 123-Transporter mit hohen Barkautionen. Wer in Österreich einen Transporter mietet, sollte auf transparente AGB achten – die Arbeiterkammer Tirol warnt vor Modellen mit langer Kautionsbindung.
Welche Erfahrungen haben Nutzer mit 123-Transporter gemacht?
Wie bewerten Kunden den Service auf Trustpilot?
Auf Trustpilot hat 123-Transporter über 500 negative Bewertungen. Viele Nutzer berichten von unrechtmäßigen Abbuchungen und Problemen mit der Kautionsrückzahlung. Ein Rezensent schildert, wie ihm 500 Euro unrechtmäßig abgebucht wurden. Die Verbraucherzentrale bestätigt: Die Kaution wurde nicht automatisch zurückgebucht.
Welche Probleme treten bei der Buchung auf?
Die Arbeiterkammer Tirol hat eine hohe Anzahl von Beschwerden registriert. Betroffene berichten von abgelehnten Kautionsrückzahlungen, nicht eingehaltenen Buchungen und kaum erreichbarem Kundenservice. Ein Reddit-Nutzer aus der Community r/Austria beschreibt, wie er nach der Buchung mehrfach abgebucht wurde, ohne den Transporter erhalten zu haben.
Ist 123-Transporter ein Betrug?
Was sagen die Staatsanwaltschaft und Medien?
Die Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen das Unternehmen aufgenommen, wie der SWR berichtet. Parallel dazu hat die Verbraucherzentrale Mitte August 2025 Klage am OLG Bamberg eingereicht. Die Arbeiterkammer Tirol warnt vor dem Unternehmen und rät zu Chargeback-Verfahren.
Wie sicher sind die Zahlungen?
Die Verbraucherzentrale bewertet das Modell kritisch: Die Kaution von mindestens 500 Euro war in den AGB so gestaltet, dass eine Rückforderung verzögert oder unmöglich gemacht wurde. Die Verbraucherzentrale erklärt, dass sich der Rückzahlungsanspruch nach 181 Tagen automatisch in ein Abonnement umwandelte – ein Modell, das Verbraucher als irreführend kritisieren.
Das Geschäftsmodell von 123-Transporter basierte auf der Hoffnung, dass Kunden ihre Kaution vergessen – die AGB begünstigten systematisch den Verfall des Rückzahlungsanspruchs. Jetzt, in der Insolvenz, verlieren Betroffene doppelt: die Kaution und den Transporter.
Zeitleiste: Der Niedergang von 123-Transporter
Fünf Ereignisse zeigen den raschen Absturz des Anbieters – vom ersten Stopp bis zu den Ermittlungen.
- September 2025: Buchungen bei 123-Transporter in Deutschland und Österreich ausgesetzt.
- 8. Oktober 2025: Amtsgericht Deggendorf ordnet vorläufige Insolvenzverwaltung an (Verbraucherzentrale).
- 29. Oktober 2025: Betriebsschließung angeordnet (Arbeiterkammer Tirol).
- Oktober 2025: Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen auf (SWR).
- Oktober 2025: Domain 123-transporter.at wird zum Verkauf angeboten.
Das Muster: Innerhalb weniger Wochen brach das Geschäft komplett zusammen – Kunden blieben auf offenen Forderungen sitzen, während das Unternehmen den Betrieb einstellte. Die Verbraucherzentrale hatte bereits im August 2025 Klage eingereicht – ein frühes Warnsignal, das viele Kunden zu spät erkannten.
Fazit: Was die Insolvenz von 123-Transporter für Kunden bedeutet
Der Fall 123-Transporter zeigt, wie ein Geschäftsmodell mit hohen Barkautionen scheitern kann – zurück bleiben tausende Kunden in Österreich und Deutschland, die um ihr Geld kämpfen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt, die Verbraucherzentrale klagt, und die Rückzahlung ist ungewiss. Für betroffene Kunden in Österreich ist der klare Weg: Chargeback bei der Bank beantragen. Für Neukunden: bei Anbietern wie Sixt oder Europcar buchen, die ohne riskante Kautionsmodelle arbeiten. Das bedeutet: Kunden müssen die Initiative ergreifen, um ihre Kaution zurückzuerhalten.
Ähnlich wie bei der Insolvenz von 123 Transporter zeigt die Malzner Erdbau Insolvenz, dass auch in anderen Branchen Kautionen und offene Forderungen ungewiss werden.
Häufig gestellte Fragen
Wie bekomme ich mein Geld von 123-Transporter zurück?
Chargeback-Verfahren bei Ihrer Bank einleiten (Frist: 120 Tage) oder Forderung zur Insolvenztabelle anmelden. Nachweise wie Screenshots und E-Mails sichern.
Welche Unterlagen brauche ich für die Kautionsrückforderung?
Screenshots aus der App, Buchungsbestätigung, Zahlungsbeleg und Korrespondenz mit 123-Transporter zur Kautionsanforderung.
Kann ich noch 123-Transporter buchen?
Nein, seit September 2025 sind keine Buchungen in Deutschland und Österreich möglich.
Ist mein Geld bei 123-Transporter versichert?
Nein, Kautionen waren nicht versichert. Im Insolvenzverfahren erhalten Gläubiger nur einen proportionalen Anteil.
Gibt es eine offizielle Liste der Gläubiger?
Die Liste wird vom Insolvenzgericht Deggendorf geführt. Betroffene können ihre Forderung nach Verfahrenseröffnung anmelden.
Wie lange dauert das Insolvenzverfahren?
Das Amtsgericht Deggendorf hat am 8. Oktober 2025 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Die Dauer ist noch unklar.
Was passiert mit laufenden Verträgen bei 123-Transporter?
Laufende Verträge sind durch die Insolvenz gekündigt. Kunden sollten keine weiteren Zahlungen leisten.
Welche Alternativen gibt es zu 123-Transporter?
Sixt, Europcar, Buchbinder und lokale Anbieter in Österreich. Vor Buchung Bewertungen prüfen.